Diese Frage stand auf meinem ersten Flyer, vor über zwölf Jahren. Ganz offensichtlich berührte sie die Menschen, doch nicht selten wurde ich gefragt, ob das denn nicht egoistisch sei.
Meine Antwort war und ist:
Nein. Im Gegenteil. Es ist viel mehr eine Erinnerung.
Schauen Sie sich einmal das Gebot der Liebe an:
„Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst.“
Wie will jemand, der sich selbst nicht liebt (mit allem, was er ist und wie er ist), den Nächsten lieben?
Wie will jemand, der bei seiner Selbstliebe Einschränkungen macht und Bedingungen stellt, bei seinem Nächsten uneingeschränkt und bedingungslos Liebe geben?
Wie kann jemand etwas geben, das er selbst nicht hat?
Nur wer selbst voll uneingeschränkter Liebe ist, kann wahrhaft lieben.
Nicht aber derjenige, der ständig nach Liebe sucht, der dem anderen gibt, um der Anerkennung willen. Um der Aufmerksamkeit willen. Um der Gesellschaft willen.
Nur ein Glas das voll ist, kann überlaufen.
Wasser erwägt nicht, wohin es fließen soll, es fließt einfach. Ebenso fließt die bedingungslose Liebe frei aus einem freien Menschen heraus.
Sie fragt nicht, sie berechnet nicht, sie erwartet nicht.
Sie IST einfach.
Wir haben vergessen, weshalb wir hierhergekommen sind, weshalb wir wieder inkarniert haben, was wir lernen wollten.
Glauben Sie, daß es Ihrer Seele darum ging, es allen recht zu machen? – wohl kaum.
Unsere Seele inkarniert immer wieder, um zu wachsen und sich zu vervollkommnen und hat sich dafür die besten Voraussetzungen ausgesucht.
Wir haben das alles nur vergessen.
Und deshalb ist es so wichtig, sich selbst zuzuwenden. Nach innen.
Sich nicht länger ablenken zu lassen oder sich selbst abzulenken, mit den vielen Dingen im Außen. Mit dem vielen scheinbaren „Muß“.
Sie dürfen die Weichen einfach neu stellen. Stellen Sie ihre Entwicklung an die erste Stelle.
Frieden findet der Mensch, indem er erkennt, was und wer er wirklich ist.
Wenn er erkennt, um was es WIRKLICH geht.
So heißt „leben für sich selbst“ nichts anderes, als sich selbst aus tiefstem Herzen anzunehmen. Sich selbst wichtig zu sein.
Um die Aufgabe zu erfüllen. Die ureigenste Aufgabe.